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‘Es ist wie ausatmen, es wird immer weniger...’
... das war Blacky`s Mitteilung, zwei Tage bevor er ganz behutsam einschlafen durfte.
Ich dachte nicht, dass ich so schnell wieder einen Erfahrungsbericht schreiben würde, nachdem ich erst im Februar von Miez berichtet hatte.
Ironie des Schicksals: nun hat Frau Sauerland Miez geholfen zu bleiben und Blacky zu gehen !
So war es möglich uns von unserem geliebten Seniorkater (19) mit großer Würde, Ruhe, Liebe, Respekt, unendlicher Dankbarkeit und vor allen Dingen nach seinem Wunsch: ganz langsam zu verabschieden. Eine Erfahrung, so überwältigend, die ich nie mehr missen möchte !!!
Anfang Juli machte uns Blacky Sorgen, weil er nicht mehr viel fressen wollte und sehr müde war. Sofort schickte ich, wie auch damals bei Miez, ein Büschel von Blacky`s Fell zur radionischen Ausbalancierung an Frau Sauerland. Zeitgleich suchte ich den Tierarzt auf: Das Herzchen war sehr schlecht, ansonsten für ihn keine Auffälligkeiten. Er bekam eine Aufbauspritze und Infusionen.
Die Radionik zeigte eindeutig einen Leberschaden, die Tierärztin schloss dies aber aus, nachdem die Blutwerte im Februar noch alle in Ordnung waren. Als sämtliche Behandlungen keine Besserung brachten, wurde Blut ins Labor geschickt und es war so, wie Frau Sauerland befürchtet hatte, die Leberwerte waren horrend. Eine Ultraschalluntersuchung brachte dann letztendlich Gewissheit: Lebertumor. Hier war auch die Radionik keine Hilfe mehr, Blacky`s Zeit bei uns ging zu Ende...
Nun stand es ausser Frage, dass Frau Sauerland Kontakt aufnehmen musste, damit Blacky uns mitteilen konnte, was ich ja schon fühlte: seine Kraft ging dem Ende zu, er war sich dessen bewusst und verweigerte mittlerweile auch jeden Bissen und seine Medizin. Er hatte keine Schmerzen, brauchte aber noch etwas Zeit und er sagte, er würde mir Zeichen geben, wenn es soweit war und er es aus eigener Kraft nicht schaffen würde. Und so sollte es sein: als der Moment da war, verständigte ich Frau Sauerland und sie nahm nochmals Kontakt mit Blacky auf, der uns mitteilen lies, was ich bereits ahnte: Ich bin soweit!
Blacky nahm nach dieser letzten Mitteilung an diesem Vormittag nochmal alle Kraft zusammen und ging nach draussen. Sein Blick schweifte umher, ganz langsam; dann legte er sich ins Gras, ließ sich von mir ins Haus tragen und stand auch nicht mehr auf. Der TA war schon verständigt und eine halbe Stunden später durfte Blacky, wie es sein Wunsch war: ganz langsam ausatmen.
Vielleicht hab nur ich es an diesem Tag so bewusst wahrgenommen: auch die Natur hat sich von Blacky verabschiedet:
Morgens regnete es in Strömen, bei Blackys letztem Gang nach draussen, drückte die Sonne kurz die Wolken zur Seite und wärmte seinen Körper, es kam der Wind, als Blacky in der Wiese sass und seinen Blick schweifen ließ, Schwalben kreisten am Himmel, als ich ihn zurück ins Haus trug kam der Regen wieder, der in kurze Hagelschauer überging dann blitzte und donnerte es - auch nur kurz und als alles vorbei war, Blacky langsam ausgeamtet hatte, der TA weg war, öffnete ich alle Fenster und die Nachbarin sagte zu mir: schau dort hinten ein Regenbogen...
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