DAS ABENTEUER ADOPTION EINES HUNDES,
              DEN WIR NICHT VORHER KENNENLERNEN KONNTEN,
                         DER ZU ZWEI BEREITS VORHANDENEN HUNDEN SOLL.

Vor einigen Wochen wurde ein spanischer Hund als Notfall vorgestellt. Lilla, eine ältere Hundedame, die 10 Jahre unter tragischen Umständen lebte, dann ins Tierheim kam, kurze Zeit ein ein Zuhause fand und nun, mit 12 Jahren, wieder im Tierheim sass.
COLIAn sich schon so unendlich traurig. Noch schlimmer: Sie ist die Mutter unserer Mischlingshündin Coli, die wir vor knapp einem Jahr als zweiten Hund adoptiert hatten und die sich in diesem Jahr ganz wunderbar entwickelt hat. Beide kamen damals zusammen ins Tierheim.
Für uns war sofort klar, Lilla gehört zur Familie, sie soll zu uns kommen.
Anfrage beim Verein, mit Freude und mit einem großen ABER:
Ist es gut, Mutter und Tochter zusammen zu bringen ?
Wird es Probleme geben ?
Wird das Verhältnis von Coli und ihrem Kumpel Baba gestört werden ?
Coli und BabaLilla wieder Mutti und Coli wieder Tochter ?

An all diese Dinge hatten wir nicht gedacht !
Darf Lilla bei diesem Risiko einfach her kommen? Nein.

Die Lösung:
Alle drei Hunde sollten in einer Kommunikation von Frau Sauerland befragt werden. Für uns begannen unruhige Tage, immer die Frage: Kann Lilla nach Hause kommen ?

Das Ergebnis:
Für unseren Hunderüden stellte sich die Aufnahme eines weiteren Hundes nicht als Problem dar, wenn er seinen Platz behält und sich für ihn nicht allzu viel ändert.
Ein klares Ja.
Auch für Coli war es ein klares Ja, allerdings verbunden mit ebenso klaren Voraussetzungen:
Sie liess uns wissen, dass sie nicht bereit war wieder in ein altes Muster zurückzufallen und sich von ihrer Mutter bestimmen lassen.
Sie betonte die Verbindung zu ihrem Gefährten und dass ihr diese wichtig sei.
Fazit:
Ich mag sie sehr, aber ich will nicht, dass ich etwas verändern muss.

Schliesslich wurde die alte Dame selbst zur Situation befragt und für sie war nur eines wichtig: Ich will ein Zuhause (diesen Satz wiederholt sie mehrmals).
Sie vermittelte ihr Einverständnis und ihre Freude darüber, dass es ein Zuhause geben könnte.

Dann ging alles sehr schnell, denn Lilla kam mit der Situation im Tierheim nicht gut klar, die vielen Hunde und ihr fehlte ihre Bezugsperson sehr. So stand dann auch schnell fest: Lilla darf nach Hause kommen. In Rekordzeit stand der Reisetermin fest, nach nur 34 Tage im Tierheim (für sie sicher dennoch eine Ewigkeit), dann kam sie an.

Für uns ein kleines Wunder, ganz selbstverständlich ging sie durch den Keller in den Garten … Lösen ? Kein Problem, das macht man doch hier. Hej, da sind ja Coli und Baba … freundliche Begrüßung. Dann weiter ins Haus, Treppe hoch, alle Zimmer inspizieren. Aha, hier ist die Küche, Wohnzimmer, Bad, okay. Ach und hier steht mein Bett, na dann leg ich mich da mal hin. Gute Nacht.
Unglaublich, das Haus, die Hunde, selbst wir Menschen schienen ihr regelrecht vertraut zu sein.
Keine Scheu, keine Angst – Selbstverständlichkeit.
Heute, an ihrem zweiten Tag zu Hause, ist alles in bester Ordnung. Die Hunde verhalten sich respektvoll, freundlich, kuscheln und spielen und es scheint, als wäre Lilla schon immer hier.
Lilla entwickelt Temperament, spielt und rennt durch den Garten, zeigt ihre Freude deutlich und lässt alle Beteiligten, inklusive der spanischen Tierfreunde staunen.

So stellen wir Menschen uns eine Adoption vor, Harmonie und Glück.
Und: So stellen sich auch Tiere ihr neues zu Hause vor, Sicherheit und Geborgenheit.
Keine negativen Gefühle wie Angst, Sorge oder Stress.
Keine Fragen wie „Wird es funktionieren?“
Das Wissen, dass alle Beteiligten mit der  Entscheidung einverstanden sind, hat uns so viel Ruhe und Freude gegeben. Alles ist so, wie Frau Sauerland es sagte … nein, wie Baba, Coli und Lilla es sagten … Freude, Glück und Happy End. Vielen, vielen Dank. Silke M.

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