|
Was bedeuten eigentlich die Angaben auf den Tierfutteretiketten ?
(Auflistung in alphabetischer Reihenfolge)
Eiweiß
Leider muss der Hersteller die Eiweißmengen nicht exakt deklarieren, sondern es genügt die Angabe als sogenannte Rohproteinmenge. Hierbei wird also lediglich Auskunft über die insgesamt enthaltene Eiweißmenge gegeben, nicht etwa, um welches Eiweiß es sich handelt.
Steht also auf Ihrem Hunde- Katzenfutter ‚11,5% Rohprotein’ dann kann das ein reines Sonnenblumenöl sein oder Erdnusshülsen, Hühnerfett oder Eier, Mais, Motoröl oder Federn (die reich an Eiweiß sind) !
Die Mischung macht’s. Ein Teil der Eiweißzutaten sind sowohl für den Hund als auch für die Katze unverdaulich und dienen lediglich als Füllstoff. Stroh oder Erdnussabfälle machen für den Moment satt, aber das Tier wird nicht mit den lebensnotwendigen Vitaminen, Spurenelemente u.a. versorgt.
Fischmehl
Ist getrockneter und gemahlener Fisch. Verwendung finden ganze Fische, aber leider auch Teile, die als Abfallprodukt anfallen.
Fleisch
Achten Sie darauf, ob das verwendete Fleisch genau angegeben ist. Nur so können Sie eine gewisse Qualitätssicherheit erreichen.
Wenn die Fleischart nicht exakt angegeben wird handelt es sich um Fleischmischungen aus verschiedenen Sorten, wobei die Verwendung von diversen Schlachtabfällen nahe liegt.
Die Angabe 7% Huhn bedeutet nur, dass Sie sich über 93% des Inhalts Gedanken machen sollten.... außerdem können mit diesen 7% auch Därme gemeint sein!
Die angegebenen 7% geben dem Hersteller übrigens auch die Freiheit den Rest der Dose mit Lammfleisch zu füllen, oder Rind oder wochenweise den Inhalt an die Marktsituation anzupassen, Hauptsache es bleiben 7% Huhn.
Entscheidend ist noch zu wissen, dass durch die Erhitzung (die notwendig wird, um die Haltbarkeit zu garantieren) die im Fleisch enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und Enzyme zerstört werden. Ausserdem findet eine Art Vorverdauung statt, die nicht nur unnatürlich ist, sondern auch dafür sorgt, dass die Verdauungsorgane und die Geschmacksnerven verkümmern. Der Effekt: Irgendwann ist das Tier durch Geschmacksverstärker und zerkleinerte Nahrung so beeinflusst, dass es die natürliche Nahrung ablehnt. ‚Mein Hund frisst nur....’
Fleischnebenprodukte sind alle Produkte, die in einem Organismus vorkommen.... Darm, Gehirn, Innereein, Blut, Urin, Federn, Knochen, Haut, Füße, Sehnen.
Geflügelmehl ist getrocknetes und gemahlenes Geflügel. Sollte Truthahn auf der Packung stehen kann dies bedeuten, dass die Angaben etwas geschönt sind... also 70% Truthahn (vor dem Trocknen) werden zu 30% (nach dem Trocknen), als Inhaltsstoff werden aber weiterhin 70% angegeben.
Turkey By-Products... sind die Schlachtabfälle, die aber weiterhin als ‚Truthahn, Nebenprodukte’ deklariert werden dürfen.
Inhaltsstoffe
Aufgrund unseres Lebensmittelrechtes müssen die Inhaltsstoffe nicht exakt deklariert werden sondern es reicht bei Tierfutter die Bezeichnung Nebenprodukte aus. Was versteckt sich dahinter?
Laut dem europäischen Futtermittelgesetz dürfen die nachfolgenden Nebenprodukte im Tierfutter verwendet werden: Schlachtabfälle (also auch Blut, Darm, Urin, Drüsensekrete), Pelztierkadaver, Hufe, Federn, Horn, Wolle, Innereien.
Selbstverständlich sind diese Nebenprodukte nicht in jedem Futter automatisch enthalten, es gibt grosse Qualitätsunterschiede, die übrigens nicht unbedingt preisabhängig sind.
Grundsätzlich gilt:
- Je exakter die Angaben, umso eher können Sie dem Hersteller vertrauen.
- In jedem Fall beim Futtermittelhersteller nachfragen, was im Futter als Nebenprodukte verwendet wird – schriftlich geben lassen!
Geht es eigentlich auch ohne?
Prinzipiell müssen Konservierungsstoffe sein, um eine Haltbarkeit zu garantieren. Allerdings gibt es auch hier wieder grosse Unterschiede.
Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn ein Futter ‚ohne künstliche Konservierungsstoffe’ angeboten wird. Es kann trotzdem ein sogenannter Zusatzstoff enthalten sein. Hier wird einfach ein anderer Ausdruck gewählt, denn hinter den sogenannten Antioxidans-EU-Zusatzstoffen verbirgt sich Propylgalle, BHT, BHA, Ethoxyquin u.a.
Der Verbraucher glaubt bei der Aufschrift: Antioxidantien sei sicherlich etwas harmloses gemeint und hier irrt er!
Ein Antioxidans kann z.B. Vitamin E sein, aber leider auch ein künstl. Konservierungsstoff.
Antioxidationsmittel stehen zudem im Verdacht krebserregend zu sein.
Mineralstoffe, Vitamine
Hier reicht die Palette von synthetischen Vitaminen bis zu lebenswichtigen Mineralien.
Calcium kann in natürlicher Kalkform zugesetzt werden, Vitamine werden leider meist synthetischen Ursprungs verwendet.
Lassen Sie sich nicht verwirren durch Begriffe wie Taurin, Zinksulfat, Cholin chlorid, Calciumoxid, Calciumcarbonat, Ascorbinsäure u.a.- fragen Sie nach und lassen sich vom Hersteller die Inhaltsstoffe und deren Ursprung detailliert auflisten.
Durch Erhitzungsprozesse werden übrigens ein Großteil der Vitamine zerstört oder verändert. Bei Tieren, die ausschließlich mit Fertignahrung versorgt werden kommt es daher häufig zu Vitaminmangelerkrankungen.
Fragen Sie Ihren Therapeuten oder Ihren Fachhändler nach einem geeigneten Vitaminzusatz, aber bitte unbedingt mit dem Behandler absprechen, da nicht automatisch eine Vitamingabe etwas positives ist!!
Nebenprodukte
Laut dem europäischen Futtermittelgesetz dürfen die nachfolgenden Nebenprodukte im Tierfutter verwendet werden: Schlachtabfälle (also auch Blut, Darm, Urin, Drüsensekrete), Pelztierkadaver, Hufe, Federn, Horn, Wolle, Innereien.
Ein sehr bekannter Hersteller einer sogenannten Premiumnahrung erklärte z.B. auf Nachfrage, dass die verwendeten Nebenprodukte gereinigte Hühnerdärme als Proteinlieferant (statt Fleisch ) beinhaltet seien. - Eine fragliche Eiweißzufuhr.
Leider wird auch immer wieder Urin als Geschmackslieferant verwendet (aufgrund des hohen Salzgehaltes wird das Futter von Hund & Katze gerne angenommen). Neben dem billigen ‚Rohstoff’ hat der Hersteller noch einen positiven Nebeneffekt erreicht: Salz braucht nicht als Inhaltsstoff angegeben werden....
Reis, Getreide
Cellulose hat keinerlei Nährwert, macht aber satt. Das Tier frisst eine scheinbar ausreichende Menge ohne die entscheidenden Nährstoffe zu erhalten. Hinter Cellulose verstecken sich auch Erdnusshülsen oder Stroh.
Cerealien – hört sich gut an ? Es sind die nicht mehr anders zu verwertenden Reste aus der Müsliherstellung.
Reis- kann als Grundsubstanz vorkommen, aber auch als sogenannter Brewers Rice, dann handelt es sich um die leeren Reste aus der Bierherstellung.
Soja – dient als Eiweißlieferant. Allerdings ist ein großer Teil des verwendeten Sojas bereits genmanipuliert. Soja steht im Verdacht Hautreizungen und Fellprobleme zu fördern.
Maisgluten fällt als Abfallprodukt bei der Herstellung von Maissirup an. Eiweißlieferant.
Gemahlener Mais wird aus ganzen Maiskolben gewonnen
Zucker Leider wird auch Zucker oder Karamel zugefügt. Er dient als Geschmacksverstärker und das Dosenfutter bei Hund & Katze wird weicher.
Neben den bekannten Problemen wie Karies ist auch eine zunehmende Erkrankung von Bauchspeicheldrüse, Galle und Analdrüse zu beobachten.
|