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Eine letzte Reise
Der Tod eines geliebten Haustieres - ein schwieriges Thema - und genau darum drehte es sich bei uns im Frühsommer 2006. Unsere Rüde war damals 16 Jahre alt und ich sah der Zeit des Abschiednehmens mit Grauen entgegen. Wann ist der richtiger Zeitpunkt? Wann merke ich das? Zeigt mein Hund ihn mir? Alles Fragen, die mir ständig durch den Kopf gingen. Furchtbar, wenn man nach einer so langen Zeit Abschied nehmen muss.
Dann spielte sich folgendes bei uns ab:
Seit gut zwei Jahren kenne ich Fr. Sauerland und habe mich immer mit meinen "Tiersorgen" bei ihr in guten Händen gewusst. Bis zu diesem Frühsommer schien unser Rüde immer noch ein rüstiger Rentner. Er war immerhin 16 Jahre alt, ein Hundeopa, aber es ging ihm den Umständen entsprechend gut. Er bekam für die alltäglichen Wehwehchen seine Akupunktur, und Homöopathie.
Ende Mai fand bei uns in der Nähe ein Basis-Seminar statt. Ich hatte mich dazu angemeldet und freute mich darauf, Fr. Sauerland persönlich kennen zulernen. Insgeheim hoffte ich, dass sie die Zeit finden würde und sich unseren Hundesenior persönlich anzusehen.
Und tatsächlich konnten wir es möglich machen, nach dem Seminar zu uns nach Hause zu fahren. Als sie das Haus betrat, musste sie lachen, weil unser Hundesenior am Tag zuvor von sich aus den Kontakt zu ihr aufgenommen und das Haus beschrieben hatte.
In dieser (erwünschten) Kommunikation erzählte er sehr viel von sich, aus der Vergangenheit, von mir und das alles stimmte genau. Auch teilte er ganz klar mit, wie er sich zu Zeit fühlt, und wie er alles sieht. Es war für mich, zwar unter vielen, vielen, Tränen eine eindeutige Aussage, aber ich verstand seinen Standpunkt.
Fr. Sauerland fuhr wieder nach Hause und wir ahnten, was in den nächsten Tagen auf uns zu kam. Es kam tatsächlich wie von ihm geschildert und zwei tage später wussten wir, die Zeit war gekommen. Er hatte uns vieles erklärt und uns so nicht nur einen Teil unserer Angst und Unsicherheit genommen, sondern auch erreicht, dass wir ihn gehen lassen konnten.
Eines Morgens rief ich bei Frau Sauerland an und wir besprachen den Ablauf und auch das, was die möglichen Bestattungen betraf.
Ich rief in unserer Tierklinik an, wir vereinbarten einen Termin.
Frau Sauerland war ganz nah bei unserem Hund und das war für mich ein sehr beruhigendes Gefühl. Ich hatte kaum noch Angst ihn gehen zu lassen.
Klar war ich traurig und heulte den ganzen Tag, aber es war auch für mich eine gewisse Erlösung, einfach zu wissen, er ist nicht alleine und vor allem ich nicht.
Als der Zeitpunkt kam, lag unser Hund entspannt und ruhig im Auto.
Wir trafen auf einen verständnisvollen Tierarzt und mit ganz viel Achtung aller Beteiligten trat unser Hund seine letzte Reise an. Er schlief sanft in meinen Armen ein.
Wir möchten Frau Sauerland auf diesem Wege noch mal DANKE sagen.
Ich habe durch diese Erfahrung dem Tod gegenüber eine andere Einstellung und das habe ich auch der Kommunikation zu verdanken.
Viele Grüße Antje F. aus Lüneburg
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