Vorbeugung ?

Krankheiten, die von Zecken und Sandmücken auf Hunde übertragen werden

Viele Hundehalter haben bereits davon gehört, dass Zecken und Sandmücken Krankheiten auf Hunde übertragen können, und dass die Gefahr einer Ansteckung in bestimmten Regionen Deutschlands und europäischen Reiseländern erhöht ist. Die meisten wissen aber nicht genau, welche Gebiete betroffen sind und wie groß das Risiko für ihren Hund ist. Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen über Krankheiten, die von Zecken und Sandmücken auf Hunde übertragen werden, - und wie man diesen vorbeugen kann.

Wo und wann droht die Gefahr?

In Deutschland sind vor allem Zecken als Überträger von Krankheiten wie der Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose und Hepatozoonose von Bedeutung. Aber auch Fälle von Leishmaniose, die über Sandmücken übertragen wird, wurden in Deutschland bereits beobachtet.

 

Überträger

Vorkommen

Aktive Zeit

Übertragbare Krankheit

Gemeiner Holzbock/Zecke

(Ixodes ricinus)

ganz Europa, in Wäldern mit viel Unterholz und dichter Graszone

April bis November

Borreliose

Auzecke

(Dermacentor reticulatus)

ganz Europa, in Flussnähe, feuchten Gebieten wie Auwäldern, Moorland, in Deutschland regional gehäuft in Süddeutschland

Frühjahr bis Oktober

Babesiose

Braune Hundezecke

(Rhipicephalus sanguineus)

warme Klimazonen wie Mittelmeerraum, wenn in Deutschland nach Urlaubsreisen eingeschleppt massenhafte Vermehrung

in Wohnräumen und Stallungen möglich

in Räumen ganzjährig

Babesiose

Hepatozoonose

Ehrlichiose

Sandmücke

(Phlebotominae)

europäische Mittelmeerländer, vereinzelt auch in Deutschland beobachtet

Mai bis Oktober

Leishmaniose

vorbeugende Massnahmen ?

Es gibt (auch in Deutschland) zugelassenes Präparat, das sogenannte Protectorband (Scalibor ©), welches Hunde vor Zecken und vor den Stichen von Sandmücken und damit vor der Übertragung des Leishmaniose-Erregers schützt, Wirkungsweise etwa 6 Monaten.

Der Wirkkomplex – anhaltender Schutz, ohne Geruch

Der Wirkstoff Deltamethrin liegt in einem sogenannten Protectorband gekoppelt an ein Bindemittel als Komplex vor. Daher befindet sich auf dem Protectorband auch kein Pulver. Vorteil dieser Technik ist, dass der Wirkstoff nicht mit hohen Verlusten und starker Geruchsentwicklung an das Umfeld verdunstet, sondern gleichmässig als geruchloser Komplex über Monate hinweg in gleichbleibenden Mengen nach aussen abgegeben wird.

Der Wirkstoff Deltamethrin ist stark lipophil, also „fettliebend“. Er verteilt sich daher ausschliesslich in der Fettschicht des Unterhautgewebes, ohne in die Blutbahn des Hundes zu gelangen.

Schutz für Hund und Mensch

Das Scaliborhalsband Scalibor ist in seiner Anwendung sehr sicher. Deltamethrin oral verabreicht ist für Zecken und Sandmücken 2.700-5.500 x toxischer als für Säugetiere und den Menschen. Selbst eine orale Dosis von 300 mg/kg Deltamethrin ist für Hunde nicht tödlich, das heißt selbst ein Verschlucken des Protectorbandes würde das Leben des Hundes nicht gefährden. Da der Wirkstoff Delthametrin von dem Protectorband täglich in nur äusserst geringen Mengen abgegeben wird, sind weder Hund noch Mensch gefährdet.

Wasserfest und umweltverträglich

Die Wirkung des Protectorbandes Scalibor © bleibt, auch wenn es nass wird, vollständig erhalten. Der Hund ist also auch geschützt, wenn er mit Wasser in Kontakt kommt und schwimmen geht. Gelangt Delthametrin ins Erdreich, wird es rasch gebunden und abgebaut.

Mehrfacher Schutz

Scalibor wehrt Zecken und Sandmücken so ab, dass die Parasiten den Hund verlassen und nicht stechen – die Übertragung von Krankheitserregern wird dadurch verhindert. Weiterhin setzt der Wirkstoff die blutsaugenden Insekten ausser Gefecht und tötet sie ab.

(Text und Bild mit freundlicher Genehmigung der Fa. Intervet)

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