ben
Erfahrungsbericht :

Vor dem Medialog habe ich Ben oft bedauert weil er nicht mehr so gut laufen kann und vieles nicht mehr so mitmachen kann.

Danach habe ich meine Einstellung zu ihm geändert. Ich wusste dass er ein sehr stolzer und kluger weiser Hund ist,  aber was ich nicht wusste, dass es nicht hilfreich ist wenn ich ihn bemitleide.

Gerade für mich als selbstständige Therapeutin in eigener Praxis war diese Erfahrung und die Aussagen meines Hundes sehr hilfreich.  Ich konnte durch den MEDIALOG verstehen, dass ich es bin, die mit Bens Eingeschränktsein ein Problem hat und ich durfte durch Bens Aussagen die eigene Angst, die eigene Traurigkeit erfahren. Er hat mir gezeigt,dass man trotz Alterns ein schönes Leben haben kann und dass man das Leben so nehmen sollte wie es ist.

Nach dem Medialog ist Ben oft zu mir gekommen und hat mich angestupst, er wollte mich aus meiner Angst vor dem Abschied und den  Gefühlen rausreißen, so mein Eindruck. Er hat mir etwas Lebenswichtiges und sehr Persönliches mitgeteilt, das es nun gilt umzusetzen.  Ben zeigte mir immer wieder durch sein Verhalten, ob ich auf dem 'richtigen' Weg war oder es Zeit war, wieder anzustupsen.

Nach einer Weile verschlechterte sich sein Zustand und als es dann soweit war und der Abschied anstand, war er ganz ruhig und gelassen- Seine beiden Hundefreunde haben sich von ihm verabschiedet und mir wurde noch einmal bewusst, dass es eine gute und wichtige Zeit miteinander war.

Die Erfahrung mit der Möglichkeit eines Dialoges hat mir geholfen den Schritt zu machen vom Bedauern zum Vertrauen, von der Angst zur Ruhe. Auch wenn es schwer fiel und die Trauer ihren Platz einnahm, bin ich doch froh, Ben und mir diese tierheilpraxis-huertgenwaldGelegenheit gegeben zu haben: sich zu äussern und gehört zu werden.

Uta Vogt  Tierheilpraxis Huertgenwald

EIN GUTER  TAG

 

Eigentlich wollte ich ja am Themenseminar ‚Mein Haus hat viele Zimmer‘ teilnehmen - irgendwas hielt mich aber davon ab mich anzumelden und dann war es leider just in diesem Zeitraum meine Aufgabe mich auf den Abschied meines Katers Schneemann vorzubereiten.  Leider bestätigte sich der Verdacht auf einen Lungentumor. Als nach diversen Tierarztbesuchen feststand, dass niemand mehr helfen konnte, bat ich Frau Sauerland mit Schneemann Kontakt aufzunehmen, so wie im letzten Jahr als Blacky ging.

Es ist so ungemein hilfreich auch von den Tieren selbst über ihre Empfindungen zu erfahren. An dem Abend an dem ich Frau Sauerland anrief,  war  Schneemann kurze Zeit später sehr verändert. Er suchte sich im Gegensatz zu den letzten Tagen einen warmen Platz, maunzte mich  an und forderte von selbst wieder seine Streicheleinheiten. Er fraß sogar mit Appetit.  Am nächsten Morgen: der Medialog. An diesem Morgen war Schneemann immer noch sehr aufgeweckt. Noch bevor ich ihr von Schneemanns Veränderungen bereits am Vorabend berichten konnte erwähnte sie, dass sie  vorab schon Kontakt aufgenommen und ihm mitgeteilt hatte,  dass alles nach seinem Willen verlaufen soll und er nicht mir zu liebe etwas tun oder lassen muss.

Nun wusste ich auch was Schneemann an diesem Abend mit seinem Verhalten ausdrucken wollte: es war Freude, Dankbarkeit – ja, genauso kam es rüber. 

Auch am darauf folgenden  Tag war er immer noch sehr aufgeweckt, interessiert, saß wieder an seinem geliebten Fensterplatz, frass und trank von selbst. Er verkroch sich keine Sekunde.  Es war ein herrlicher Tag mit Sonnenschein und Schneemann hat ihn genossen!

Er teilte dies auch im Medialog mit: „Heute ist ein guter Tag. Kein Tag um Abschied zu nehmen. Morgen dürfen sie helfen, wenn ich es nicht allein schaffe.

Er lies sich von mir fotografieren, so dass ich richtig lachen musste; ja er posierte richtig vor der Kamera...es war so unglaublich!  Fast hatte ich die Hoffnung, dass er es doch noch schaffen könnte. Aber Schneemann wusste es besser: dieser Tag war wirklich noch ein (letzter) guter Tag für ihn, so wie er es uns wissen lies. Ein wichtiger Tag für uns alle und erst am darauffolgenden Tag traf genau das ein, was Schneemann ankündigte: er brauchte Hilfe. 

Kein Vergleich mehr zum Verhalten am Vortag: er zog sich zurück, atmete schwer, wurde zusehends schwächer  und wir konnten sehen, dass Schneemann nun gehen wollte. Genau wie bei Blacky war es mir möglich loszulassen, ihn ziehen zu lassen mit dem Wissen, es war genau der richtige Zeitpunkt!!!

Da ich Angst hatte Schneemann könnte nachts ersticken verständigte ich den Tierarzt, der auch bestätigte, dass Schneemann einem kompletten Organversagen entgegengegangen wäre... Schneemann durfte Zuhause sterben.

Nun ruht Schneemann neben Blacky, seinem äusseren und inneren Gegensatz (seine Worte vom Dialog im letzten Jahr) Seinen eindringlichen Rat den er mir noch mitgegeben hat, erinnern mich an Maunzi, meinen 6jährigen Kater, meinen Tröster und Clown während dieser Zeit des Abschieds.

 

 

MaunziNachdem ich schon Medialoge mit meinen anderen Katzen hatte, wollte ich natürlich auch einen von Maunzi. Maunzi war im Oktober 2007 für 7 Wochen spurlos verschwunden und natürlich hätte ich u.a.  zu gerne gewusst, ob er dazu etwas mitteilen konnte. Und er  schilderte was passiert war – ja noch mehr: unsere Lebenssituation und mein Verhalten.

Seit diesem Gespräch ist Maunzi sehr verändert. Vorher war er vorsichtig den Menschen gegenüber und oft unterwegs. Nun ist er ständig um uns rum. Er genießt es nun im Mittelpunkt zu sein, lenkt mich ab wenn ich wieder mal zu nachdenklich bin und kommt zum schmusen wenn ich Trost brauche.  Ich bemerke genau wenn er mich beobachtet, dann weiss ich wieder was er und Schneemann mir mitgeteilt haben.......einfach unglaublich- und so wahr !!! 

 

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