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Viena, Galgo español, weiblich, cremefarben, geb. ca. Mitte 2001, Schulterhöhe 60 cm, reist kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt, kastriert, negativ auf so genannte Mittelmeerkrankheiten getestet und mit EU Pass in ihr neues Zuhause. Im Tierheim seit 16.06.2005.
Viena wurde in einem Zigeunerviertel gefunden und die Tiere leben dort nicht sehr gut. Morgens und abends werden sie jeweils stundenweise losgelassen, ansonsten verbringen sie den Tag und die Nacht angebunden im Hausflur oder vor dem Wohnblock.
Die Hunde sind oft in schlechtem Zustand, unterversorgt, mangelernährt. Sie werden traditionell zur Kaninchenjagd eingesetzt und bringen diese Beute auch brav zurück zu ihrem Halter, der sie nach erfolgreicher Jagd wieder anhängt.
Die übrigen Bewohner des Viertels klagen über die zahlreichen Hunde, den Tierschützern ist es selten möglich zu helfen, denn die meisten Galgos sind so scheu, dass sie vor lauter Angst auch wenn sie mal frei laufen nicht eingefangen werden können.
Wenn die Polizei Kontrollen macht, hört man von überall her Pfiffe, die Tiere kommen sofort zurück und werden kurz im Haus eingesperrt, die Polizei hat keinen Zugriff. Die beschlagnahmten Tiere werden leider allzu oft wieder aus dem Tierheim entwendet, so dass die Tierheime sehr sehr vorsichtig geworden sind und Einbrüche fürchten.
Die Hündin Viena wurde von der Polizei gebracht, in einem entsetzlichen Zustand, hochträchtig und abgemagert. Sie war voller Panik und die Polizisten erzählten, man habe sie am Rande der Wohnsiedlung in einer Höhle eingefangen.
Vienas Herz raste als sie ins Tierheim kam, sie hatte grosse Angst, fürchtete sich vor den Menschen und dem, was ihr nun passieren könnte. Sie hatte sich offenbar in dieser Höhle verkrochen um dort ihre Welpen zur Welt zu bringen.
Am Tag nach ihrer Aufnahme hat sie ihre Welpen geboren: fünf sind innerhalb der ersten Stunden gestorben, sie waren zu schwach zum überleben, vier sind ihr geblieben: zwei Hündinnen Coral und Perla sowie zwei Rüden: Marfil (Elfenbein) und Ambar (Bernstein). Die Welpen haben bereits alle ein Zuhause gefunden.
Viena kümmert sich liebevoll um ihren Nachwuchs und zeigt sehr viel Geduld. Wenn sie morgens aus dem Zwinger in den Auslauf darf, dreht sie mit den anderen erstmal ein paar schnelle Runden, rennt und streckt sich.
Dann spielt sie mit den Welpen spielt sie und nimmt die wilden Attacken der Junghunde geduldig hin. Wenn ihre Pflegerinnen kommen, bleibt sie trotz der sichtlichen Freude in einem guten Abstand, traut sich aber jetzt auch schon manches Mal etwas näher zu kommen, lässt sich streicheln, wenn man sich ihr ruhig nähert und ihr Zeit gibt.
Zur Freude im Tierheim trägt sie immer dann bei, wenn man sie ganz euphorisch ruft, sie freut sich dann so sehr, dass sie die Zähne zeigt, was dann so aussieht, als würde sie lachen !
Dann merkt sie ‚ich habe ja eigentlich Angst’, stoppt und bleibt wieder auf sicherem Abstand.
Viena möchte gerne mehr Kontakt, sie würde gerne die Zuwendung annehmen, aber ihre innere Stimme lässt sie vorsichtig bleiben. Sie lernt gerade an der Leine zu gehen, aber dieser enge Kontakt, das nicht Ausweichen können macht ihr Probleme und nutzt sie die Leine bis zum Ende aus und hält den grösstmöglichen Abstand zum Objekt ihrer Angst – Mensch.
Ihre Vorgeschichte, ihr Zustand als sie gefunden wurde sprechen eine deutliche Sprache und sie braucht einen Menschen mit Zeit und Geduld, ohne Hektik und laute Stimme, mit viel Liebe und idealerweise mit einem zweiten Hund, an dem
sie sich orientieren kann.
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